ChronikBlizzard wirft Spielwelten für Forever über Bord: was sich ändert
Blizzard wirft Spielwelten für Forever über Bord: was sich ändert
13.09.2026Auf dem „Deep Dive"-Panel der BlizzCon 2026 hat Blizzard angekündigt: Forever wird die gewohnten Server nicht haben. Statt Realms gibt es vier Regelsätze auf gemeinsamer Infrastruktur – und bei der Charaktererstellung geht es nur noch um eine Frage: In welchem Modus willst du spielen?
Im klassischen World of Warcraft war die Spielwelt ein physischer Server: eigene Datenbank, eigene Wirtschaft, eigene Namensliste. Daraus entstanden bekannte Unannehmlichkeiten – Login-Warteschlangen auf beliebten Realms, kostenpflichtige Transfers, „tote" Server und die Unmöglichkeit, einen Freund einzuladen, der seinen Charakter „woanders" erstellt hat. Forever wirft dieses Erbe über Bord: Die Infrastruktur ist gemeinsam, und die Trennung läuft nicht über Server, sondern über Regelsätze.
Vier Regelsätze
- Normal – klassischer Modus ohne erzwungenes PvP.
- PvP – offene Scharmützel in umkämpften Gebieten.
- Rollenspiel – mit Anforderungen an Namen und Verhalten.
- Hardcore – ein Modus, in dem dein Charakter endgültig stirbt – erscheint später, im Winter 2026–2027.
Eine Gruppe bilden kann man nur innerhalb des eigenen Regelsatzes. Zwischen Regelsätzen kann ein normaler Charakter nicht wechseln – sonst würde der PvP-Modus zur Drehtür für Beute. Die Fraktionen bleiben getrennt: gemeinsame Infrastruktur heißt nicht, dass Allianz und Horde im selben Topf landen.
Hardcore-Ausnahme
Ein gestorbener Hardcore-Charakter kann in jeden anderen Regelsatz wechseln, auch in PvP. Der tote Charakter wird nicht gelöscht und bleibt kein Geist – er lebt einfach im normalen Modus weiter. Das ist der einzige erlaubte Übergang zwischen Regelsätzen, und er geht nur in eine Richtung.
Vor- und Nachname statt serverweit eindeutigem Namen
Früher musste ein Name innerhalb eines Servers eindeutig sein – unter ein paar tausend Spielern. Ohne Server müsste die Eindeutigkeit unter Millionen gehalten werden, und normale Namen wären in der ersten Stunde weg. Blizzards Lösung: Jeder Charakter bekommt einen Vor- und Nachnamen, und das Paar ist innerhalb der Region eindeutig. Die Namensreservierung öffnet am 27. Oktober 2026, eine Woche vor dem Release.
Sprachbasiertes Matchmaking
Die sprachliche Trennung innerhalb einer Region bleibt erhalten, aber nicht durch separate Welten, sondern durch das Matchmaking-System. Blizzard hat auf dem Panel nicht klargestellt, ob die Sprache in den Client-Einstellungen festgelegt wird und ob das Matchmaking für die offene Welt oder nur für den Gruppenfinder gilt.
Was nicht gesagt wurde
- Über den Transfer von Charakteren aus dem Retail oder Classic wurde nicht gesprochen – ein direktes Verbot gibt es ebenfalls nicht.
- Fraktionsbalance: Bekannt ist nur, dass man den Ausgleich nach dem Modell Season of Discovery halten will. Konkrete Mechanismen wurden nicht genannt.
- Verfügbarkeit aus Russland und die russische Sprache: Blizzard hat weiterhin nichts gesagt.
In der Praxis
- Bei der Charaktererstellung wählst du einen Modus, keinen Realm.
- Vor- und Nachname werden ab dem 27. Oktober 2026 reserviert.
- Ein Wechsel in einen anderen Regelsatz ist nicht möglich – außer für einen toten Hardcore-Charakter.
- Auktion und Wirtschaft sind innerhalb eines Regelsatzes gemeinsam, nicht zwischen ihnen.
- Sprachbasiertes Matchmaking läuft über das Matchmaking-System; Details verspricht Blizzard später.